Das neue Erbschaftsteuergesetz ab 2009
Die Weitergabe irdischen Besitzes ist jedem Menschen zwingend vorgegeben. Je mehr Besitz zu Lebzeiten angesammelt wurde, desto wichtiger ist eine wohldurchdachte familien- und sachgerechte Verteilung. Auch die tatsächliche
Durchführung der Regelungen muss sichergestellt werden. Welchen Sinn macht es, ein Leben lang - oft unter Einsatz
aller geistigen und körperlichen Ressourcen - Besitz zu erarbeiten, der anschließend in den Wirren einer ungeordneten
Erbauseinandersetzung zerbröselt und endlosen Familienstreit in den nächsten Generationen stiftet?
Werden keine individuellen Maßnahmen in Form von Testamenten, Erbverträgen und Stiftungen getroffen, geht der irdische Besitz beim Tode im Wege der gesetzlichen Erbfolge über. Die gesetzlichen Regelungen werden der individuellen
Situation allerdings nicht gerecht. Besondere Versorgungsüberlegungen des Erblassers und seines Ehegatten, verlangen regelmäßig speziellere, sachgerechte Verfügungen von Todes wegen - das "richtige" Testament.
Oft empfiehlt sich
die "vorweggenommene Erbfolge" mit der Möglichkeit, durch mehrfache Nutzung von Freibeträgen Erbschaftsteuer zu
sparen. Das neue Erbschaftsteuerrecht birgt Chancen und Risiken. Es zwingt zum Handeln vor allem im Bereich Immobilien und Lebensversicherungen. Das "Alterseinkünftegesetz" verringert die Altersrente durch drastische Erhöhung der
Besteuerung - mit gesetzlich festgeschriebener Erhöhungstendenz. Private Vorsorge ist unentbehrlich.
Das Seminar hilft Ihnen, mögliche gedankliche Hemmschwellen zum Thema Erbschaft überwinden.
Die Themenschwerpunkte:
- Optimale steuerliche und rechtliche Testamentsgestaltung (Musterformulierungen)
- Ehegattentestamente auf dem Prüfstand
- Das "Berliner Testament" - Vorteile
- Vermeidung von Nachteilen bei Wiederverheiratung
- Probleme und Lösungen zur Vermeidung von Erbschaftsteuer
- Pflichteilsanspruch - kann er entzogen werden?
- Das gesetzliche Erbrecht
- Testamentsvollstreckung - Erbauseinandersetzung
- Vorweggenommene Erbfolge
- Schenkung von Immobilien, Kapitalvermögen und Lebensversicherungen (Privilegien fallen weg)
- Risiken der Schenkung (Schenkung unter Widerruf und unter Vorbehalt des Nießbrauchs)
- Die "Familienholding"
- Die potentiell bessere Alternative: Verkaufen statt schenken
- Die Eltern bauen oder kaufen Immobilie, die Kinder wohnen darin (Beispielsrechnungen)
- Kontrollmitteilungen an das Finanzamt im Erbfall
- Die künftige Rente nach dem Alterseinkünftegesetz
- Vorzeitiger Rentenbezug (bei Fortführung der Praxis)
Seminarnummer: 80
Seminardauer: 3 Stunden
Termine und Teilnahmegebühren